Prisojnik (2.547 m) in den Julischen Alpen: Abenteuer auf dem Kopiščarjeva-Klettersteig

Der Prisojnik, auch Prisank genannt (2.547 m ü. M.), ist ein Gipfel in den Julischen Alpen im Nordwesten Sloweniens. Aufgrund der Vielzahl an interessanten Routen, der guten touristischen Infrastruktur und der Nähe zu Kranjska Gora erfreut sich der Berg in der Saison großer Beliebtheit. Dieser Beitrag berichtet über die Besteigung des Prisojnik über den spannenden Klettersteig Kopiščarjeva pot, der direkt durch ein gewaltiges Felsenfenster führt, und den Abstieg über den Jubilejna-Klettersteig (Jubilejna pot). Willkommen zum Bericht meiner ersten Expedition in die Julischen Alpen!

Inhaltsverzeichnis

Wie war das eigentlich mit Slowenien? Unterkunft in Kranjska Gora

Die Reise nach Slowenien war wahrscheinlich das spontanste Abenteuer in meiner bescheidenen Reisekarriere. Meinen Urlaub hatte ich nämlich eigentlich für Österreich geplant – genauer gesagt für den höchsten Gipfel, den Großglockner. Je näher der Urlaub jedoch rückte, desto ungemütlicher wurden die Wettervorhersagen für die Hohen Tauern. Ein paar Tage vor der Abreise äußerte meine Schwester Martyna, meine treue Begleiterin bei alpinen Eskapaden, lautstark ihre Zweifel. Obwohl ich mich riesig auf eine Rückkehr nach Tirol freute, musste ich ihr recht geben. Sich bei mäßigen Aussichten in die höchsten Berge Österreichs zu wagen, machte einfach keinen Sinn.

Die Moral von der Geschicht’? Es ist immer gut, einen Plan B zu haben! In unserem Fall waren das die Julischen Alpen, für die der Wetterbericht für die kommenden Tage strahlenden Sonnenschein voraussagte. Also gab es nichts mehr zu überlegen. Slowenien, wir kommen!

Ihr müsst mir verzeihen, aber bei dieser Gelegenheit möchte ich eine kleine Abschweifung mit euch teilen. Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass ein stabiler und geregelter Job dazu führen würde, dass die Planung von Reisen in ferne Berge zu einer Art Lotterie und zu einer Quelle ständigen Stresses wird. Denn wie soll man das Wetter in den Alpen schon Monate (oder auch nur Wochen) vor der Abreise vorhersagen? Erst die Reise nach Slowenien hat mir gezeigt, dass es völlig sinnlos ist, sich über solche Dinge den Kopf zu zerbrechen. Es gibt schließlich so viele Berge zu erobern, und ihr könnt euch sicher sein: Irgendwo wird während eures Urlaubs die Sonne scheinen. Man muss nur suchen :D. Der Trick besteht also darin, nicht zu viel zu planen und sich in dieser Leidenschaft für die Berge ein wenig Flexibilität zu bewahren.

Und tatsächlich: Wo wir in Slowenien übernachten würden, entschied sich erst rund 100 km vor der österreichisch-slowenischen Grenze. Unsere Wahl fiel auf einen Platz im Natura Eco Camp im bekannten Alpentourismusort Kranjska Gora. Der Campingplatz entpuppte sich als ziemlich gut besucht, aber gleichzeitig unglaublich charmant und idyllisch. Das einzige wirkliche Problem war der Preis. Laut der Website des Campingplatzes betrug die Gebühr für einen Stellplatz 20 Euro. Erst beim Bezahlen stellte sich heraus, dass die 20 Euro der Preis… pro Person und nicht pro Zelt waren. Tja, eines ist sicher: In Slowenien ist es gar nicht so einfach, als Budget-Tourist durchzukommen.

Am Abend machen wir noch einen kurzen Spaziergang durch Kranjska Gora. Der Ort erweist sich als wunderschön und erobert fast sofort unsere Herzen. Diese Atmosphäre, diese Aussichten… Mensch, wie habe ich die Alpen vermisst!

Kranjska Gora
Kranjska Gora

Zustieg zum Klettersteig Kopiščarjeva pot (Prednje Okno)

Wir verlassen den Campingplatz in Kranjska Gora gegen 7:30 Uhr. Wir steigen ins Auto und nehmen die Straße Nr. 206 (Ruska cesta), die tief in die Julischen Alpen in Richtung Vršič-Pass führt. Die Strecke ist ziemlich steil, weshalb wir einen Großteil davon im ersten Gang zurücklegen. Da wir wissen, dass wir recht spät dran sind und die Gegend sehr beliebt ist, wirft jeder passierte Parkplatz die Frage auf: „Sollen wir schon hier parken oder fahren wir noch ein paar Dutzend Meter weiter nach oben?“. Letztendlich entscheiden wir uns, an einer großen (und kostenlosen!) Parkbucht auf einer Höhe von ca. 1.370 m ü. M. anzuhalten. Von unserem Parkplatz aus bietet sich ein herrlicher Blick auf das Massiv des Prisojnik, dessen Erkundung der erste Programmpunkt unseres slowenischen Abenteuers sein soll.

Wir beginnen die Wanderung gegen 7:50 Uhr. Nur 250 Meter nach Verlassen des Autos melden wir uns an der ersten Hütte an – der Tonkina koča na Vršiču. Dort stoßen wir auf den Alpe Adria Trail, einen bequemen Schotterweg, der sich in weiten Kehren den Hang hinaufzieht. Die nächsten drei Kilometer wandern wir durch dichten Wald und gewinnen geduldig die ersten Höhenmeter. An einigen Stellen kürzen wir die Kehren auf steilen „Abkürzungen“ ab. So erreichen wir 45 Minuten nach Verlassen des Autos die nächste Hütte – das wunderschön gelegene Poštarski dom na Vršiču (1.737 m ü. M.). Von der Wiese vor der Hütte aus bietet sich ein unglaubliches Panorama auf die mächtige Kalkwand des Prisojnik. Die Ästhetik dieses Ortes erinnert mich ein wenig an das Dachsteinmassiv, das ich vor zwei Jahren mit Martyna besucht habe.

Ich must gestehen, dass ich an der Hütte den schwersten Fehler dieser Reise begangen habe. Mir fiel nämlich auf, dass mir auf einer der Abkürzungen im Wald eine große Flasche Wasser herausgefallen war. Ich gehe also zum Waschbecken, aber ein rotes Schild informiert mich darüber, dass das Wasser der Hütte kein Trinkwasser ist. Ich dachte mir also: „Na gut, dann fülle ich eben irgendwo auf dem Weg nach“. Wie sich später herausstellte, gab es jedoch keine Gelegenheit dazu, da die Julischen Alpen im August sprichwörtlich furztrocken sind. Das endete leider in einer schweren Dehydrierung (aber auch in einer handfesten Lektion für die Zukunft).

Fünf Minuten nach dem Verlassen der Hütte stoßen wir auf eine Tafel, die uns über drei einzigartige Besonderheiten des Prisojnik-Massivs (oder auch Prisank) informiert. Die Rede ist vom Großen Fenster, dem Kleinen Fenster und dem „Ajdovska deklica“ („Heidenmädchen„), einer Felsformation, die an ein Frauengesicht erinnert. Der Legende nach soll dieses Heidenmädchen einst in dieser Gegend gelebt und Reisenden sowie Händlern geholfen haben, ihre Waren durch die gefährlichen Winkel der Julischen Alpen zu transportieren. Neben ihrer wohltätigen Arbeit befasste sich das Mädchen auch damit, Neugeborenen die Zukunft vorherzusagen. Eines Tages prophezeite sie, dass ein Neugeborenes zu einem unbesiegbaren Jäger heranwachsen würde, der eines Tages eine weiße Gämse mit goldenen Hörnern erlegen würde. Der Held würde die Hörner verkaufen und dadurch unvorstellbar reich werden. Als die anderen Schicksalsfrauen diese Vorhersage hörten, erschraken sie und belegten das Mädchen mit einem Fluch. Sobald sie in ihre Heimat am Prisank zurückkehrte, erstarrte sie zu Stein.

Ruska cesta
Blick auf das Prisojnik-Massiv vom Parkplatz an der Ruska cesta
Tonkina koča na Vršiču
Tonkina koča na Vršiču
Tonkina koča na Vršiču Weg
Abschnitt des Alpe Adria Trail
Vrsic
Hütte am Vršič-Pass
Zustieg zum Klettersteig Kopiščarjeva pot
Zustieg zum Klettersteig Kopiščarjeva pot

Kopiščarjeva pot

Legende hin oder her, wir wollen endlich klettern! Am Wegweiser befindet sich eine Abzweigung. Wir wählen den Pfad, der zum Einstieg des in dieser Region bekannten Klettersteigs Kopiščarjeva pot (auch Prednje Okno genannt) führt. Vor uns liegt nun ein etwa ein Kilometer langer, bequemer Waldweg. Der Pfad fällt kontinuierlich leicht ab, weshalb wir hier etwa 80 Höhenmeter verlieren.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der von uns gewählte Klettersteig nicht der einzige Weg ist, der auf den Gipfel des Prisojnik führt. Eine Alternative ist der Hanzova pot, der bereits auf einer Höhe von ca. 1.250 m ü. M. an der Ruska cesta beginnt. Das Problem bei dieser Route ist jedoch, dass Steigeisen und Pickel zur Pflichtausrüstung gehören… Der Klettersteig führt nämlich über ein kleines, aber angeblich sehr rutschiges Schneefeld.

Den Einstieg des Klettersteigs Kopiščarjeva pot erreichen wir wenige Minuten nach 9:00 Uhr. Die Schwierigkeit dieses Steigs wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich bewertet – mal mit B/C, mal mit C/D und manchmal sogar mit D. Nach meinem subjektiven Empfinden ist der Klettersteig nicht für absolute Anfänger geeignet, sollte aber Personen mit solider Schwindelfreiheit (und insbesondere denjenigen, die regelmäßig klettern) keine größeren Probleme bereiten. Während wir uns auf dem ersten Abschnitt des Klettersteigs noch durch Latschenkiefern und alpine Grasbüschel bewegen, verschwindet das Grün ziemlich schnell und weicht dem allgegenwärtigen Fels. Wenn man sich auf einen solchen Weg begibt, sollte man auf die richtige Ausrüstung achten: Klettersteigset, Gurt und Helm.

Das Klettern auf dem Kopiščarjeva pot ist eine sehr angenehme Erfahrung. Die Aufstiege sind tatsächlich nicht allzu anspruchsvoll, machen aber dennoch viel Spaß und sorgen für alpine Befriedigung. Nach der Bewältigung des ersten, etwas steileren Abschnitts wird das Gelände flacher. Gesicherte Abschnitte wechseln sich mit Passagen ab, die bewusst ungesichert gelassen wurden. Die Wegfindung ist recht einfach, da der Verlauf gut mit den rot-weißen Kreisen markiert ist. Eines meines Ziele vor der Reise war es, wo immer möglich die natürlichen Felsgriffe zu nutzen (und mich nicht plump am Stahlseil hochzuziehen). Mit wenigen Ausnahmen ist mir das im Großen und Ganzen auch gelungen.

Kopiščarjeva pot
Die ersten Abschnitte des Klettersteigs
Kopiščarjeva pot
Kopiščarjeva pot
Kopiščarjeva pot

Nach etwa einer Stunde Kletterei erreichen wir auf einer Höhe von ca. 1.850 m ü. M. die Schlüsselstelle des Klettersteigs. Hier gilt es, eine Wand in einer Felsspalte zu überwinden, die üppig mit Klammern und Eisenstiften gesichert ist. Ein toller Spielplatz für Menschen wie uns! Die Passage ist besonders interessant, da man an einer Stelle eine wirklich schmale Spalte durchqueren muss. Die vertikale Wand führt uns auf eine Höhe von 1.950 m ü. M. Danach bleibt der Aufstieg zwar anstrengend, wird aber deutlich flacher. Wir steigen über die felsige Flanke hinauf und gewinnen auf den nächsten 400 Metern kontinuierlich weitere 200 Höhenmeter.

Kopiščarjeva pot
Beginn der längsten Wand
Kopiščarjeva pot
Kopiščarjeva pot
Enger Kamin im Klettersteig Kopiščarjeva pot
Kopiščarjeva pot

Prednje Okno

Gegen 10:30 Uhr erblicken wir die Hauptattraktion unserer Route – das riesige Felsenfenster Prednje Okno. Um in das Innere der großen Spalte zu gelangen, steigen wir einige Meter an einer mit einem Stahlseil gesicherten, steilen Wand hinab. Anschließend erwartet uns ein anstrengender Aufstieg durch eine rutschige und kiesige Flanke. Ich muss zugeben, dass der Weg in diesem Abschnitt ziemlich unangenehm ist und erhöhte Konzentration erfordert. Die Felsformation selbst ist jedoch wirklich beeindruckend. Das Fenster ist viel größer, als es auf Fotos wirkt, und sein Inneres gleicht einer uralten Steinhalle. Die Macht der Berge in ihrer vollen Pracht.

Kopiščarjeva pot
Abschnitt des Klettersteigs oberhalb der langen Wand
Prednje Okno
Prednje Okno
Prednje Okno
Martyna auf dem Weg durch den Schlund

Nachdem wir das Felsenfenster durchquert haben, setzen wir den Aufstieg fort. Vor uns liegt der zweite besonders anspruchsvolle Abschnitt des Tages – eine über 100 Meter hohe Wand, die mit zahlreichen Klammern und Eisenstiften gesichert ist. Ich muss zugeben, dass das Klettern hier sehr lohnend ist, aber konditionell einiges abverlangt. Die Wand führt uns direkt auf eine Höhe von ca. 2.300 m ü. M. Am Ende des Klettersteigs öffnet sich zum ersten Mal an diesem Tag ein weites Panorama, das uns in den nächsten Stunden begleiten wird. Was soll man sagen, es ist einfach wunderschön! An dieser Stelle können wir auch den ersten Teil unserer Tour bilanzieren: Die Begehung des Klettersteigs Kopiščarjeva pot hat uns etwa 2 Stunden gekostet. Weiter geht es auf dem leichteren Gratabschnitt namens Grebenska pot.

Prednje Okno
Gesicherter Ausstieg aus dem Felsenfenster
Prednje Okno
Wir sind oben!

Prisojnik – wejście na szczyt

Die Sonne brennt immer heißer, während wir unseren Aufstieg über den strahlend weißen Kalkstein fortsetzen. Auf dem Gratabschnitt des Weges wandern wir etwa einen Kilometer. In dieser Phase wechseln sich gesicherte Passagen noch mit ungesicherten ab, aber im Allgemeinen ist der Aufstieg technisch nicht besonders anspruchsvoll. Es ist ein mühsames Höhengewinnen im felsigen Gelände. Auf dem Gipfel des Prisojnik (2.547 m ü. M.) stehen wir um 11:45 Uhr, also etwa vier Stunden nach dem Aufbruch am Auto. Die Wettervorhersagen haben gestimmt: ungetrübter Sonnenschein! Die Aussicht vom Gipfel ist dementsprechend grandios. Im Westen sehen wir das Massiv der Großen Mojstrovka (2.366 m ü. M.) und den Mangart (2.679 m ü. M.), im Osten die ehrfurchtgebietende Škrlatica (2.740 m ü. M.) sowie unser nächstes Ziel, den Razor (2.601 m ü. M.). Hinter dem Razor, etwas weiter rechts, glänzt der mächtige Triglav (2.864 m ü. M.), der höchste Gipfel Sloweniens und der Julischen Alpen (und ganz nebenbei unser morgiges Ziel).

Prisojnik Weg
Prisojnik Weg
Gratübergang zum Prisojnik
Prisojnik Weg
Die letzten Meter zum Prisojnik!
Prisojnik Aussicht
Blick vom Prisojnik u. a. auf die Škrlatica
Prisojnik Aussicht
Blick vom Prisojnik u. a. auf den Mangart
Prisojnik Aussicht
Blick vom Prisojnik u. a. auf Razor und Triglav

Jubilejna pot – zejście z Prisojnika

Auf dem Gipfel machen wir eine längere Pause von etwa einer halben Stunde und setzen dann unsere Tour durch die Julischen Alpen fort. Unterhalb des Gipfels des Prisojnik biegen wir links auf den Weg namens Slovenska pot ab. Nach der Bewältigung eines etwa 200 Meter langen, steinigen Abschnitts erreichen wir die nächste Weggabelung. Der Slovenska pot biegt nach rechts ab und führt die Wanderer zurück zum Vršič-Pass. Wir gehen jedoch geradeaus und wählen den Weg namens Jubilejna pot, einen weiteren der hiesigen Klettersteige (Schwierigkeitsgrad bis B/C). Seinen Namen verdankt der Weg der Tatsache, dass er 1953 anlässlich des 60. Jahrestags der Gründung des Slowenischen Alpenvereins (SPD) angelegt wurde.

Die erste Etappe des Jubilejna pot ist ein gesicherter Abstieg über eine mittelschwere, etwa 15 Meter hohe Wand. Danach gilt es, einen ca. 500 Meter langen Abschnitt auf einem schmalen Pfad zu bewältigen, der die Nordflanke des Zvoniki-Gipfels (2.470 m ü. M.) quert. So erreichen wir die Scharte Kajzljeva škrbina (2.300 m ü. M.), wo sich uns erneut ein grandioser Panoramablick bietet. Hinter der Scharte queren wir weiter die Nordwände, diesmal jedoch von einem anderen Gipfel – dem Zadnji Prisank (2.386 m ü. M.). Technische Schwierigkeiten gibt es auf diesem Abschnitt kaum, die Ausgesetztheit ist jedoch stellenweise beträchtlich.

Slovenska pot
Kurzer Abschnitt auf dem Slovenska pot
Jubilejna pot
Beginn des Jubilejna pot
Jubilejna pot
Gesicherter Abstieg an einer Felswand auf dem Jubilejna pot
Jubilejna pot
Scharte Kajzljeva škrbina

Eine halbe Stunde nach dem Verlassen der Scharte erreichen wir die größte Attraktion des Jubilejna pot – das Kleines Felsenfenster (oder auch zweites Fenster; ca. 2.300 m ü. M.). Die Felsformation ist zwar kleiner als ihr großer Nachbar, beeindruckt aber dennoch durch ihre Ausmaße. In einem Reiseführer habe ich mal gelesen, dass in diesen Fenstern problemlos eine kleine Kirche Platz finden würde. Und wisst ihr was? Ich finde diese Beschreibung sehr treffend.

Nach dem Durchqueren des Kleinen Felsenfensters erwartet uns der nächste Abstieg an einer steilen Wand, die reichlich mit Eisenstiften gesichert ist. Der wievielte ist das heute eigentlich schon? Ich verliere langsam den Überblick! Die nächsten 700 Meter steigen wir in abwechslungsreichem Gelände ab: mal auf einem gut sichtbaren Pfad, mal an den Drahtseilen des Klettersteigs. Aus dieser Perspektive wirkt der gewaltige Razor und die davor liegende Felsmauer unglaublich beeindruckend. Schließlich erleben wir hier das, was in den Alpen am schönsten ist: das Gefühl von unendlicher, grenzenloser Weite. Und die Augustsonne brennt immer noch unbarmherzig. Hier oben in der Höhe herrscht zwar noch eine angenehme Frische, aber in den Tälern klettert das Thermometer auf fast 40 Grad!

Jubilejna pot
Querung der Wand des Zadnji Prisojnik
Jubilejna pot
Kleines Felsenfenster
Jubilejna pot
Martyna beim Abstieg

Gegen 14:20 Uhr erreichen wir die Scharte Škrbina v Zadnjem Prisojniku (1.987 m ü. M.). Hier könnten wir unsere heutige Klettertour eigentlich beenden und den Pfad hinab ins Tal nehmen, zurück zum Vršič-Pass. Da unsere diesjährige Reise nach Slowenien jedoch eher kurz ist, beschließen wir, das Beste herauszuholen und am Nachmittag noch den nahegelegenen Razor zu besteigen. Und wie das war? Das erzähle ich euch im nächsten Beitrag, denn dieser hier ist wohl schon lang genug :D. Klickt hier, um zum nächsten Teil des Berichts zu gelangen!

Datum der Tour: 11. August 2024

Tour-Statistiken: 10 km, 1.600 Höhenmeter [Teil einer längeren Tour mit Gesamtstatistiken von 23 km und 2.470 Höhenmetern]

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Der mächtige Razor
Das Massiv des Zadnji Prisojnik von der Scharte aus gesehen

Karte der Wanderung

Autor des Blogs, begeistert von Bergwanderungen und dem geschriebenen Wort.
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